Antifeministische Positionen gewinnen in gesellschaftlichen Debatten an Sichtbarkeit und stellen Errungenschaften der Gleichstellung zunehmend infrage. Sie richten sich häufig gegen die Idee der Gleichberechtigung selbst und damit gegen zentrale Grundlagen einer offenen demo-kratischen Gesellschaft.
Die Veranstaltung nimmt diese Entwicklungen zum Anlass, aktuelle Herausforderungen differenziert zu beleuchten und verschiedene Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen. Im Zentrum steht dabei auch eine wissenschaftliche Auswertung des Sachsen-Anhalt-Monitors, die Einstellungen zu Geschlecht und Vielfalt sowie geschlechtsspezifische Einstellungen zu Demokratie und Teilhabe genauer in den Blick nimmt und damit eine fundierte Grundlage für die Diskussion schafft. Auf dieser Basis werden gesellschaftliche Trends eingeordnet und mögliche Konsequenzen für Politik und Zivilgesellschaft reflektiert. Ziel ist es, Orientierung zu bieten und Impulse für einen konstruktiven Umgang mit antifeministischen Strömungen zu setzen.
Im Gespräch mit Vertreterinnen aus Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit soll eingeordnet werden, welche Dynamiken derzeit zu beobachten sind und welche Konsequenzen sich daraus für Gleichstellungspolitik, demokratische Institutionen und zivilgesellschaftliches Engagement ergeben.